Mehr als die Hälfte der Eintragungen im Verkehrszentralregister  ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen, wie aus dem aktuellen Jahresbericht des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Alkohol am Steuer wurde in 15,5 Prozent aller Fälle nachgewiesen. Rund jeder zehnte Eintrag erfolgte wegen Missachtung der Vorfahrtsregeln.
Gegen das Handyverbot am Steuer haben im vergangenen Jahr nachweislich 450.000 Autofahrer verstoßen. Gegenüber dem Jahr 2010 war dies ein Anstieg um 6,2 Prozent. Die meisten Vergehen in diesem Bereich wurden in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen registriert.
In 5.770 Fällen verstießen Autofahrer gegen die Gurtpflicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 24 Prozent. In knapp neun von zehn Fällen wurden die Delikte von Männern begangen. Rund jeder fünfte Verstoß gegen die Anschnallpflicht erfolgte in Tateinheit mit überhöhter Geschwindigkeit. Ein ähnlicher Prozentsatz ergibt sich in Verbindung mit unerlaubter Handynutzung am Steuer.
Erstmals 2011 hat die Zahl der registrierten Personen im VZR die Grenze von neun Millionen überschritten. Fünf Millionen Personen sind lediglich mit bis zu drei Punkten belastet. Rund 1,6 Millionen Einträge umfassen vier bis sieben Punkte, darunter zahlreiche Wiederholungstaten. Etwa 500.000 Personen haben acht bis 17 Punkte.
Quelle: KBA

